Die 10 Schritte Hautpflege Routine (10 Step Skincare Routine)

Wer sich ein wenig mit dem Thema Korean Beauty beschäftigt, landet schnell beim Thema Hautpflege und der berühmten „10-Steps-Korean-Skincare-Routine“, also einer Hautpflege-Routine, welche aus 10 Schritten besteht. Im ersten Moment mag sich da manch einer denken „Was zum Teufel? 10 Schritte? Das ist doch übertrieben! So viele Produkte kann die Haut doch gar nicht aufnehmen!“ Und ja, auch meine ersten Gedanken sahen vorerst so aus. Doch je mehr ich damit befasste, desto mehr ergab diese Routine Sinn für mich und die Ergebnisse sprechen für sich. Ich habe viel recherchiert. Sehr viel recherchiert. Viele Erfahrungen gelesen und keine einzige davon war negativ. Im Gegenteil sogar, jede Erfahrung endete mit einer positiven Veränderung. Daraufhin habe ich es ebenfalls ausprobiert und auch bei mir war eine deutliche Verbesserung zu sehen. 

Was Make Up angeht, heißt es bei den meisten Koreanern „weniger ist mehr“, doch was die Hautpflege angeht, heißt es „mehr ist mehr“. Denn eine makellose, jung aussehende Haut hat in Südkorea einen sehr hohen Wert und dementsprechend ist auch der Hautpflege-Markt sehr innovativ und die Ergebnisse sprechen für sich.

Im ersten Moment wird man von tausend verschiedenen Produkten erschlagen und man weiß anfangs nicht so recht wo man da anfangen soll. . Niemand wird dir sagen können, welche Produkte bei dir am besten wirken werden. Produkte die bei jemand anderem Wunder bewirken, lösen bei jemand anderem vielleicht Pickel aus. Von daher gilt: Probieren geht über studieren. Wichtig ist aber definitiv darauf zu achten, ob das Produkt für den eigenen Hauttyp geeignet ist und vor allem ob irgendwelche Inhaltsstoffe enthalten sind, die man selber nicht verträgt.

Dieser Beitrag soll fürs Erste hauptsächlich als Einführung zur koreanischen Hautpflege Routine dienen und dir zeigen, wie du die einzelnen Produkte anwenden kannst. Die Reihenfolge der folgenden Schritte dient als ungefährer Richtwert und kann nach euren Bedürfnissen hier und da auch etwas variieren. Auch muss nicht zwingend jeden Morgen und Abend jeder einzelne Schritt angewendet werden, denn auch hier gilt es auf eure Haut zu hören und erst mal auszuprobieren und herauszufinden, was diese wie oft benötigt. Zwischen den einzelnen Schritten, sollte man mindestens 30 Sekunden warten, um den Inhaltsstoffen genug Zeit zu geben, in die Haut einzuziehen.

Wenn ihr diese Routine selber ausprobieren wollt, solltet ihr nicht alle neuen Produkte auf einmal nutzen, sondern erst mal testen, ob ihr sie überhaupt vertragt (vorerst nur an einer Stelle der Haut) und erst mit einem Produkt beginnen und die Routine nach und nach erweitern. Solltet ihr irgendwelche Hautirritationen bekommen, verträgt eure Haut einen oder mehrere Inhaltsstoffe des Produktes nicht und ihr solltet es nicht mehr anwenden. Wenn ihr alle Produkte auf einmal anwenden würdet, wäre es schwierig herauszufinden woher die Irritation genau kommt.

1. Schritt – Eine auf Öl basierte Reinigung (Oil Cleanser)

Als Erstes müssen wir unsere Haut gründlich reinigen. Wir beginnen mit dem berühmten Double Cleansing, durch welches erst mal das ganze unnötige Zeug auf unserem Gesicht entfernt wird. Es ist wichtig hierbei mit dem Oil Cleanser zu beginnen. Diese Reinigung entfernt den gesamten auf Öl basierenden Schmutz, wie Make Up, Sonnencreme, Fett und Schmutz. Eine auf Wasser basierte Reinigung könnte das alles niemals alleine entfernen, da sich Öl und Wasser nicht vermischen. Die Reinigung wird mit kreisenden Bewegungen sanft einmassiert und anschließend mit lauwarmen Wasser abgespült.

 

2. Schritt – Eine auf Wasser basierte Reinigung (z.B. Foam Cleanser)

Mit dem Foam Cleanser (oder einer anderen auf Wasser basierenden Reinigung) wird nun der ganze restliche auf Wasser basierte Müll, wie Schweiß und Schmutz von unserem Gesicht entfernt. Die Anwendung erfolgt genau wie bereits beim ersten Schritt. Die Reinigung sollte nicht erst auf dem Gesicht, sondern bereits auf der Handfläche aufgeschäumt werden.

 

3. Schritt – Peeling

Dieser Schritt sollte keinesfalls täglich angewendet werden, sondern je nach Hauttyp höchstens zweimal die Woche. Vor allem diejenigen, die eine empfindliche Haut haben, sollten hier aufpassen. Das Peeling sorgt dafür, dass abgestorbene Hautzellen intensiv „abgeschrubbt“ werden. Auch das Peeling sollte nicht mit Gewalt gerubbelt, sondern sanft einmassiert und anschließend mit lauwarmen Wasser abgespült werden.

 

4. Schritt – Toner

Bei der Gesichtsreinigung geht immer etwas Feuchtigkeit verloren, doch der Toner ersetzt und hält diese und stellt den natürlichen pH-Wert wieder her. Sämtliche Rückstände der Gesichtsreinigung, sowie restlicher Schmutz wird entfernt und die Haut wird geschmeidiger. Aber vor allem bereitet der Toner die Haut auf die folgenden Produkte vor und sorgt dafür, dass diese besser in die Haut eindringen. Aufgetragen wird der Toner durch einklopfen mit den Händen. Manche benutzen zwar Wattepads, welche allerdings viel Flüssigkeit einsaugen und dadurch dementsprechend viel von dem Produkt verschwendet wird. Eine Ausnahme sind jedoch Acid-Toner, welche tatsächlich mit einem Wattepad aufgetragen werden sollten. Ansonsten kommt es meiner Meinung nach auf den Toner an sich und den Hauttypen an, welche Methode zum Auftragen verwendet wird. Momentan nutze ich beispielsweise Son & Park’s Beauty Water und trage diesen mit einem Wattepad auf, da ich das Gefühl habe, dass das Produkt bei mir so am besten wirkt.

 

5. Schritt – Essenz

Die Essenz wird auch das „Herz“ der kompletten Hautpflege-Routine genannt. Für gewöhnlich hat sie eine wässrige Konsistenz und enthält aktive Inhaltsstoffe. Sie ist hoch konzentriert und soll spezielle Hautprobleme behandeln, ist jedoch nicht so hoch konzentriert wie ein Serum. Die Hauptfunktion ist allerdings das Spenden von Feuchtigkeit, damit das Serum anschließend seine volle Power entfalten kann. Ihr könnt euch eure Haut ungefähr wie ein Schwamm vorstellen. Wenn dieser ausgetrocknet ist, bekommt er viel leichter Risse und nimmt schwieriger Produkt auf, als wenn er bereits feucht ist. Die Essenz tragt ihr am besten durch sanftes einklopfen auf, damit das Produkt besser in die Haut einziehen kann.

6. Schritt – Serum / Booster / Ampullen

Ein Serum hat meist eine leicht glitschige Konsistenz. Es soll gezielt Hautprobleme behandeln, wie z.B. Falten, Rötungen oder Pickel. Es ist nicht mit gefühlt tausend Inhaltsstoffen vollgepumpt, sondern setzt seinen Fokus auf eine höhere Konzentration von aktiven Inhaltsstoffen. Er gibt ein sehr gutes Team mit Feuchtigkeitscremes ab. Ein Serum dringt nämlich tief in die Haut hinein und die Creme versiegelt das Ganze anschließend. Die Anwendung erfolgt genau gleich, wie bei der Essenz

7. Schritt – Sheet Masks

Eine Sheet Mask ist ein feuchtes Tuch aus Baumwolle, welches reich gefüllt ist, mit aktiven Inhaltsstoffen, die gut für eure Haut sind. Legt die Maske auf euer Gesicht und lasst sie ca. für 15-20 Minuten (je nachdem was auf der Packung steht) einwirken. Wenn ihr sie anschließend entfernt habt, könnt ihr die Rückstände sanft auf eurer Haut einmassieren. Diesen Schritt könnt ihr entweder alle paar Tage oder tatsächlich jeden Tag anwenden, so wie es auch einige Koreaner tun.

8. Schritt – Augencreme

Die Haut um euren Augen ist sehr viel dünner und feiner als die eures restlichen Gesichts und sollte dementsprechend auch vorsichtiger behandelt werden. Gerade in diesem Bereich treten häufig die ersten Anzeichen der Hautalterung auf, weshalb es ratsam ist schon früh mit der richtigen Pflege in Form von Augencremes zu beginnen. Diese spendet nämlich Feuchtigkeit und Schutz. Tragt die Creme allerdings auf keinen Fall durch starkes rubbeln und reiben auf, sondern durch sanftes tippen. Nutzt dafür am besten euren Ringfinger.

 

9. Schritt – Gesichtscreme

Dieser Schritt kann was das Produkt angeht je nach Tageszeit variieren. Es gibt sie in etlichen Variationen (Creme, Lotion, Emulsion usw.) und kann nach den Bedürfnissen eurer Haut angepasst werden. Wie beim Serum bereits angedeutet, versiegelt die Gesichtscreme die Haut mit Feuchtigkeit, während sie diese zusätzlich spezielle Hautprobleme behandelt. Sie sollte idealerweise auch durch sanftes einklopfen mit euren Handflächen aufgetragen werden. Über Nacht kann, je nach Bedürfnis, (ggf. zusätzlich) auch eine Schlafmaske, oder Sleeping Pack genannt, aufgetragen werden, welche eurer Haut eine zusätzliche Portion an Feuchtigkeit spendet.

10 . Schritt – Sonnencreme

Jeder, der sich mit Hautpflege beschäftigt, einschließlich mir, kann nicht oft genug predigen, wie wichtig Sonnencreme für eure Haut ist. Wenn ihr möglichst lange eine jung und gesund aussehende Haut haben möchtet, solltet ihr keinesfalls auf diesen Schritt verzichten. Ganz gleich, ob ihr eine gebräunte oder helle Haut haben wollt (auch mit Sonnencreme könnt ihr eure Haut bräunen). Natürlich ist die Sonne aus diversen Gründen sehr wichtig für uns (Stichwort Vitamin D), aber gleichzeitig ist sie auch gefährlich, da sie die Haut schneller altern lässt und im schlimmsten Fall neben Sonnenbrand auch Hautkrebs verursachen kann. Daher ist es wichtig die Sonnencreme jeden Morgen, zu jeder Jahreszeit und jedem Wetter aufzutragen, auch wenn ihr nur kurz das Haus verlässt. Auch durch das Fenster gelangen die gefährlichen UV-Strahlen auf eure Haut. Es ist wichtig, dass ihr die Sonnencreme tatsächlich als letzten Schritt eurer Hautpflege-Routine auftragt, damit sie nicht durch andere Produkte verdünnt wird.
Einige Make Up Produkte haben einen Sonnenschutzfaktor, dieser ersetzt aber keinesfalls die Sonnencreme. Um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten, müsstet ihr gefüllt eine Tonne an Make Up auftragen. Als zusätzlicher Schutz schadet es aber natürlich nicht.
Auch solltet ihr, je nach Sonnencreme, das Produkt mehrmals am Tag neu auftragen. Vor allem zur Mittagszeit, wenn die Sonne am stärksten strahlt.
Dieser Schritt wird bei der abendlichen Hautpflege natürlich ausgelassen, stattdessen könnt ihr aber, wie bei Schritt 9 bereits erwähnt, gegebenenfalls eine Schlafmaske verwenden.

 

Okay, das war jetzt eine riesige Menge an Informationen für den Anfang!
Wie bereits erwähnt, solltet ihr aber ohnehin nicht gleich zu Beginn alle Schritte auf einmal starten, sondern euch von einem Produkt/Schritt zu dem anderen hineintasten.

Hattet ihr diese Routine vielleicht sogar bereits selber ausprobiert? Ich würde mich sehr darüber freuen, in den Kommentaren von euren Erfahrungen zu hören. 

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